10 Tipps für mehr Online-Sicherheit

Mit wenigen Schritten kannst du deine persönlichen Daten im Netz besser schützen. Wir erklären, worauf es ankommt.

Internet safety tips

Björn GreifRedakteur

Am 29. Oktober 1969 wurde die erste Nachricht über das Internet (bzw. dessen Vorläufer ARPANET) übertragen, woran der heutige „Internet Day“ erinnert. Sie bestand lediglich aus den Buchstaben „L“ und „O“. Eigentlich sollte sie „login“ lauten, doch nach den ersten beiden Buchstaben stürzte das System ab. Erst nach etwa einer Stunde gelang es, die komplette Textnachricht zwischen Computern der US-Universitäten UCLA und Stanford zu übermittelt.

Ein halbes Jahrhundert später nutzen die Menschen das Internet für fast alles: Sie informieren sich, knüpfen Kontakte, kommunizieren, kaufen ein, tätigen Bankgeschäfte, spielen oder arbeiten online. Aber im Web lauern auch viele Gefahren wie Hacks, Betrugsversuche, Malware und mehr. Daher solltest du einige grundlegende Verhaltensregeln beachten.

Hier sind 10 Tipps, wie du dich sicher durchs Netz bewegst und deine privaten Daten schützt:

Du solltest dir immer gut überlegen, wem du deine persönlichen Daten anvertraust. Denn sie sind sowohl für Cyberkriminelle als auch für Werbetreibende sehr wertvoll. Achte daher darauf, wo du welche Daten eingibst. Setze zusätzlich Anti-Tracking-Tools wie Ghostery oder Cliqz ein, um sicherzustellen, dass beim Surfen keine personenbezogenen Daten von Dritten gesammelt werden.

Icon by Roundicons www.flaticon.comAchte immer darauf, nur sehr schwer zu knackende Passörter zu verwenden und niemals dasselbe Kennwort für mehrere Accounts zu nutzen. Außerdem empfiehlt sich der Einsatz eines Passwortmanagers sowie von Zwei-Faktor-Authentifizierung, um deine Online-Konten abzusichern.

Sichere dein WLAN durch WPA2-Verschlüsselung ab. Verwende E-Mail- und Messaging-Dienste, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einsetzen. Achte beim Surfen und vor allem beim Shoppen im Netz auf eine gesicherte Verbindung, ehe du vertrauliche Daten eingibst. Diese kannst du an dem der Webadresse vorangestellten https:// erkennen sowie an dem grünen Schlosssymbol in der Adressleiste deines Browsers. Das vom Cliqz Browser unterstützte HTTPS Everywhere sorgt automatisch dafür, dass verschlüsselte Verbindungen zu Websites aufgebaut werden.

In unverschlüsselten WLAN-Netzen, etwa am Flughafen, im Café oder im Hotel, können Kriminelle Zugangsdaten ausspähen oder Schadsoftware auf dein Gerät installieren. Um dies auszuschließen, empfiehlt sich der Einsatz einer VPN-Lösung. Diese baut einen Tunnel auf, durch den die Daten verschlüsselt übertragen werden.

Bei der Einrichtung einer Software oder eines Online-Dienstes, solltest du zunächst einen Blick auf die Privatsphäre-Optionen werfen und bei Bedarf den Datenzugriff beschränken. Das gilt sowohl für Betriebssysteme wie Windows 10 als auch für Services wie Facebook. Hier kannst du etwa bestimmte Schnüffelfunktionen abschalten oder festlegen, dass nur ein gewisser Nutzerkreis Zugriff auf von dir eingestellte Inhalte erhält.

Klicke nie auf Links in sozialen Netzen, Chats oder E-Mails, wenn dir der Absender nicht bekannt ist oder irgendwie komisch vorkommt. Ebenso solltest du keine Anhänge von Nachrichten aus unbekannter Quelle öffnen. So vermeidest du, dass du zu Webseiten weitergeleitet wirst oder sich Schadprogramme auf deinem Rechner installieren, mit denen Betrüger vertrauliche Informationen wie deine Zugangsdaten abgreifen wollen.

Nahezu alle heutigen Browser verfügen über einen integrierten Phishing-Schutz, der Nutzer vor möglichen Betrugsversuchen warnt. Die Anti-Phishing-Funktion des Cliqz Browser und des Ghostery Privacy Browser schützt dich vor bösartigen und betrügerischen Websites. Sie erkennt bis zu viermal mehr Phishing-Versuche als Google Safe Browsing und arbeitet wesentlich schneller, indem sie bisher unbekannte Phishing-Seiten innerhalb einer Stunde identifiziert. Weitere Tipps zum Schutz vor Phishing findest du hier.

Zu kontroversen Personen oder Themen kursieren immer wieder Falschmeldungen im Netz, die teils aus Naivität, teils aber auch ganz bewusst tausendfach weiterverbreitet werden. Meist spielen sie mit den Ängsten und Befürchtungen der Menschen oder bestätigen ein bestimmtes Weltbild, um Stimmungsmache zu betreiben. Mit einer gesunden Portion Misstrauen und etwas Rechercheaufwand kannst du Fake News relativ leicht enttarnen. Wie das geht, erklären wir hier.

Sei online genauso misstrauisch wie offline in der realen Welt. Beispielsweise können sich Teilnehmer von Chats oder Mitglieder sozialer Netze leicht als jemand anderes ausgeben, indem sie ihr Profil samt Foto fälschen. Daher solltest du nicht leichtfertig private Informationen, Fotos oder Videos teilen.

Installiere regelmäßig Updates und Patches für dein Betriebssystem, deine Anwendungen und deine Antivirenlösung. Dadurch minimierst du das Risiko, dass Angreifer bekannte Sicherheitslücken ausnutzen.

Viele der hier angesprochenen Probleme sind auf einen zu sorglosen und unachtsamen Umgang mit dem Internet zurückzuführen. Die meisten ließen sich schon dadurch vermeiden oder zumindest abschwächen, wenn Nutzer noch einmal in Ruhe nachdächten, bevor sie handeln. Denn letztlich ist jeder selbst für den Schutz seiner Daten verantwortlich.

Eltern sollten diese Sicherheitstipps und Verhaltensregeln auch ihren Kindern vermitteln beziehungsweise darauf achten, dass sie sie einhalten. So können sie das Risiko minimieren, dass ihr Kind zu persönliche Inhalte von sich ins Netz stellt oder an Personen gerät, die ihm Schaden wollen.


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