FairSearch: Gemeinsam gegen Googles Marktdominanz

Cliqz ist der Interessengruppe FairSearch beigetreten, die sich für fairen Wettbewerb mit mehr Transparenz und Innovationen einsetzt. Um Googles wettbewerbsfeindliche Praktiken zu unterbinden, müssen bestehende Gesetze konsequenter durchgesetzt werden.

Cliqz joins FairSearch

Björn GreifRedakteur

Cliqz setzt sich als neuestes Mitglied der Organisation FairSearch verstärkt dafür ein, dass Google seine marktbeherrschende Stellung nicht länger missbraucht, um Wettbewerb zu verhindern und Innovationen zu blockieren. FairSearch engagiert sich für ein gesundes Internet mit mehr Wahlmöglichkeiten für Verbraucher und wirtschaftlichem Wachstum, das von fairem Wettbewerb, Transparenz und Innovationen angetrieben wird.

Google hat vor allem im Suchmaschinenmarkt eine nie dagewesene Machtfülle erlangt und keinerlei Skrupel, diese auszunutzen. Mitbewerber werden durch wettbewerbsfeindliche Praktiken systematisch kleingehalten und vom Markt ausgeschlossen.

Wettbewerbswidriges Verhalten zum Nachteil der Verbraucher

FairSearch fordert die konsequente Anwendung zweier wesentlicher Grundsätze: Transparenz und Innovation. „Wenn ein Monopolist Suchergebnisse zugunsten seiner eigenen Produkte manipuliert und die Preise für Suchmaschinenwerbung nach Belieben diktieren kann, schadet das am Ende den Verbrauchern“, sagt Cliqz-Geschäftsführer Marc Al-Hames. „Die Konsumenten und nicht eine übermächtige Suchmaschine sollten bestimmen, welche Anbieter sich am Markt durchsetzen.“

Verbraucher profitieren von einem fairen Wettbewerbsumfeld, weil es für mehr Auswahlmöglichkeiten sorgt und Innovationen fördert. Auf gleicher Ebene konkurrierende Marktteilnehmer sind gezwungen, ihre Produkte stetig zu verbessern und sich um größtmögliche Transparenz zu bemühen, um Nutzer zu gewinnen.

Fairen Wettbewerb fördern

Um wettbewerbsfeindliches Verhalten zu verhindern, das letztlich immer den Verbrauchern schadet, müssen politische Entscheidungsträger jetzt handeln und bestehende Gesetze konsequenter durchsetzen. Nur so lassen sich Transparenz und Innovation in einem fairen Wettbewerbsumfeld fördern und schützen.

Außer Cliqz unterstützen unter anderem auch die Suchmaschinen Ecosia und Seznam die Ziele von FairSearch. Die 2010 gegründete Interessenvertretung war beispielsweise gegen Googles wettbewerbsfeindliche Praktiken bei der Shopping-Suche und bei seinem Mobilbetriebssystem Android vorgegangen. In der Folge hatte die EU-Kommission jeweils Kartellstrafen in Milliardenhöhe gegen Google verhängt.